ensign

erhältlich durch Klaus Krick Modellbau

ensign

Berichtet von Colin East

Die Schiffe der Loyal Klasse wurden von Holmes nach einem königlichen Marineentwurf in den 70er Jahren gebaut, und werden für die Beförderung von Ladegut, Mannschaften und einer Vielfalt von Aufgaben in der Flotte benutzt.

Die meisten begannen als Übungsschiffe für die RNXS (Royal Navy Auxiliary Service), manche transferierten zur RFA (Royal Fleet Auxiliary), einige wurden aus der königlichen Marine verkauft, viele gingen in den Taucher - und Bohrinselwartungsdienst. Es gibt viele verschiedene Typen, alle grundsätzlich gleich, aber mit leichten Variationen. Es sind relativ kleine Schiffe mit einer Schiffsschraube; die Schiffe haben

normalerweise eine 5-köpfige Mannschaft und eine große Reichweite bei einer Fahrgeschwindigkeit von 10,5 Knoten. Mehr Information über diese Klasse/Typ und den restlichen 64 Schwester Schiffe

Der Bausatz ermöglicht dem Modellbauer, eines von 8 Schiffen der Loyal Klasse zu bauen oder bei geringer Abänderung jedes der 33 'A','B' und 'X' Klasse Versorgungsschiffe.

"Die ausführlichen Anweisungen und Zeichnungen machen die Loyal zu einem relativ einfach zu bauenden Modell. Der Bausatz enthält einen detaillierten GRP Rumpf, Propshaft, Ruder, Schiffsschraube, Polistyrol für Deck und Überbau, einen 400-teiligen Weißgußmetallsatz, Tiefziehteile für Arbeitsboot und Rettungsinseln, Abziehbilder für die 'Loyal' und 'Cartmel' Klasse."

Dieses Zitat ist aus der Modelslipway Werbung und obwohl wir alle schon extravagante Behauptungen kennen, kann ich Ihnen versichern, dass dies 200%ig korrekt ist.

Das von mir gebaute Modell ist die Llandovery, ein B Klasse Versorgungsschiff, das 1996 aus der königlichen Marine verkauft wurde. Die Originalfoto's stellen das Schwesterschiff dar, die Loyal Helper.

 

Original

Modell

Verdrängung

143 Tonnen

12 Kg

Länge

24,1m

1015mm

Breite

6,4m

280mm

Tiefgang

2,0m

100mm

Antrieb

Diesel lister- Blackstone

12v Elektrik Bühler

1. Schritt Der Anfang

Meine erste Aufgabe war so viel wie möglich über den Schiffstyp herauszufinden, den ich zu bauen plante. Nachdem ich herausfand, dass dieses Schiff nicht länger im Dienst war, mußte ich etwas tiefer graben. Endlich fand ich einen Kollegen, der Fotos von der Loyal Helper besaß, mit der Llandovery zusammen

längsseits abgebildet. Während ich wartete, auf die insgesamt 36 Fotos, wurde mir der Bausatz für meine neue Herausforderung geliefert. Ich begann auszupacken und zu untersuchen was in dem Baukasten steckte. Er war gut verpackt, zur Unterstützung waren alle Kleinteile in nummerierten Taschen. In der Bauanleitung ist eine Auflistung aller Kleinteile und wo sie zu finden sind, inklusiv einer nummerierten Zeichnung der Polistyrolbögen. Die einzigen Teile die fehlen, sind Farbe, Kleber und der Antriebsatz. Die Fernsteuerausrüstung ist natürlich eine Frage der Auswahl.

2.Schritt Der Rumpf

Es gibt eine Menge Arbeit am Rumpf bevor das Schiff beginnt Gestalt anzunehmen. Es lohnt sich Zeit aufzubringen, da nicht ausgewogene Abstände und Größen ins Auge fallen. Die Anleitung liefert alle Dimensionen und Positionen. Beim Einbau der Deckauflage und des Deckes verwendete ich Polistyrolreste für die Spannvorrichtung, die mir die exakte Platzierung der Deckauflage gab. Die vorderen Luken-Wasserabweiser sind für die Abstützung des Decks entworfen, also habe ich diese zuerst zusammengebaut und sichergestellt, dass sie an richtiger Stelle festgeklebt waren, bevor ich das Deck einpasste.

Nach beendigung der Ausschneidearbeiten und dem Anpassen der Bollwerkkante (aber nicht der Stützen), reinigte ich den Rumpf, um eine optimale Grundlage für die Lackierung zu schaffen. In der Anleitung ist ein Farbschema angegeben, aber keine Reihenfolge oder Farbbestimmung. Ich fand es am besten, nach jedem abgeschlossenen Arbeitsvorgang zu bemalen. Die Bollwerkstützen habe ich vor dem Anpassen separat bemalt um eine saubere, farbliche Trennung zwischen Deck und Bollwerk zu bekommen. Ich benutzte einen Airbrush und Revell-Farben.

3. Schritt Die Aufbauten

Die Reihenfolge der Bauanleitung war leicht um den unteren Oberbau zusammenzusetzen und zu lackieren, bevor weitere Teile hinzugefügt wurden. Die einzigen Stellen an denen mit großer Vorsicht gearbeitet werden mußte, waren die Flügel um die Steuer- und Backbord Navigationslichtkästen. Die Öffnungen sollten kleiner als markiert ausgeschnitten werden, um eine Versäuberung nach Trocknen des Klebstoffs zu ermöglichen.

Wenn Sie eine Variation dieser Schiffsart bauen, sind alle Deckinstallationen im Grunde gleich, können sich aber durch Anzahl und Platzierung

ein wenig unter- scheiden.

Das Ruderhaus war der nächste große Schritt und ziemlich kompliziert mit doppelstarken Wänden und Innenausstattung. Das größte Problem stellte der Schornstein dar, bei dem 4 Plastikstücke in Position gehalten werden mussten, während der Klebstoff trocknete. Ich vereinfachte es, indem ich zunächst nur die beiden Teile in eine Hälfte des Schornstein einklebte und diese über Nacht trocknen ließ, danach in die andere Hälfte; so blieb kaum ein Spalte zu verspachteln. Nachdem der größte Teil des Überbaus zusammengesetzt war, fing ich mit dem Geländer an, markierte und bohrte die Stellen der Stützposten aus. Das Geländer konnte dann gebogen, geformt und geklebt werden und wurde vor dem Lackieren wieder entfernt.

Achten Sie darauf das die Rettungsringe auf der richtigen Seite am Geländer angebracht sind. Beim Bau des Mastes entschloss ich mich, funktionierende Lichter auf dem Boot anzubringen, wofür es zwei Möglichkeiten gab, entweder die Teile selbst neu herzustellen oder die vorgegebenen Metallgußgehäuse auszuhöhlen, damit eine Minibirne hineinpasst. Ich entschloss mich, die Gehäuse auszuhöhlen, weil sie sehr detailliert 

gearbeitet sind und wahrscheinlich besser als selbst gefertigte Teile aussehen und benutzte ein 0,5 mm Coax-Kabel fürdie Verkabelung. Für den Mast benutzte ich ein Messingrohr anstelle des mitgelieferten Rundholzpflocks, damit die Kabel ins Innere des Mastes verlegt werden konnten.

4.Schritt Deckausstattung

Nach Beenden der Aufbau- arbeiten begann ich mit den Deckluken, die relativ leicht zusammenzusetzen sind. Viele nicht vorgestanzte Plastikteile müssen aus den Polistyrolbögen ausgeschnitten werden.

Das Klinker-Arbeitsboot gehört

zur Haupt- deckausstattung und variiert von Schiff zu Schiff; einige haben ein Schlauchboot. In diesem Bausatz ist das Arbeitsboot relativ einfach aus vorgedruckten Polistyrolteilen zusammenzubauen und es gibt eine separate Bauanleitung dafür. Dann begann ich mit

dem restlichen Deckzubehör, meist aus Gußmetall, das gereinigt, zusammengesetzt, lackiert und montiert wurde. Es erschien eine endlose Anzahl zu sein, aber es lohnt, sich die Zeit zu nehmen, denn es sind die Details, die ein Modell auszeichnen.

5. Schritt Prüfen

Das Modell ist jetzt zusammengebaut, fast fertig, jedoch sind die Batterien noch nicht eingebaut. Das Prüfen des Modells hat gezeigt, dass ich eine 12v 7ah Batterie für den Hauptantrieb einbauen konnte, ein Bühler oder VDO Motor und eine 6v 4ah :Batterie für alle anderen Nebenfunktionen geeignet sind. Nebeneinander unter der vorderen Haupt- deckluke mit einem Ein/Aus Schalter und Lade steckdose. Weiterer Ballast wurde achtern hinzugefügt, damit das Schiff auf seiner Wasserlinie schwimmt. Das Schiff war nivelliert und alles was es noch zu tun gab, war die Verkabelung fertigzustellen.

Ich habe die Graupner 414 und einen Multiswitch benutzt für

Kabinenlichter, Navigationslichter, Deckbeleuchtung, Deck-Flutlichter,  Radar, Motorklang, Nebelhorn, Querstrahlruder

6. Schritt Probefahrt

Am Anfang dieses Projektes war ich über die Größe dieses Bootes besorgt und baute ein Querstrahlruder ein, das nicht im Originalschiff vorhanden ist, um bei Wettbewerben die Manövrierfähigkeit zu unterstützen. Zu meiner Überraschung muß ich aber sagen, dass sich das Boot ohne Querstrahlruder sehr gut handhaben läßt. Ich freue mich darauf mit diesem Schiff an der Deutschen Meisterschaft in Blankenheim teilzunehmen.

Schlußwort

Die gelieferten Anleitungen und Zeichnungen machen alles klar, verständlich und leicht zusammenbaubar.

Ich weiß, dass die meisten Bausätze modifizierbar sind, aber dieser ist der erste mir bekannte, der entworfen wurde, mit dem über 30 verschiedene Schiffe in seiner Klasse dargestellt werden können. Es war und ist mir eine Freude, dieses Schiff zu bauen und zu segeln und ich möchte Mr Georg Peat vom Surface-Warship-Verband U.K. für die Bereitstellung der Fotografien danken. Jeden, der mehr Informationen haben möchte, bitte ich nicht zu zögern, sich an mich zu wenden.

Einen kleinen persönlichen Erfolg, hatte Ich bereits mit diesem Schiff, in der Klasse F4B.

Deutschen Meisterschaft 2000 in Blankenheim den 4. Platz mit 187 Punkten

XII Weltmeisterschaft 2001 in Ilawa Poland den 3. Platz mit 190 Punkten.

Landesgruppenmeisterschaft West 2001 in Wuppertal den 1. Platz mit 194,67 Punkten.

Deutschen Meisterschaft 2002 in Bad-Arolsen den 1. Platz mit 192,33 Punkten.

Landesgruppenmeisterschaft West 2003 in Oberhausen den 1. Platz mit 194 Punkten.

Deutschen Meisterschaft 2004 in Pirna den 4. Platz mit 190,50 Punkten

Landesgruppenmeisterschaft West 2005 in Oberhausen den 2. Platz mit 194 Punkten.

Weltmeisterschaft 2005 in Borovany Czech Republic den 6. Platz mit 182,67 Punkten.

Deutschen Meisterschaft 2006 in Oberhausen den 3. Platz mit 192 Punkten

Weltmeisterschaft 2007 in St. Peterburg, Russland den 4. Platz mit 188 Punkten

Landesgruppenmeisterschaft West 2007 in Gelsenkirchen den 2. Platz mit 191,66

Model Slipway